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Jan Svenungsson
chimney projects - October 30 until December 14, 2002

 

Description not available in English.
German version below.

Jan Svenungsson (*1961 in Lund, Schweden) verfolgt seit fünfzehn Jahren als zentrales Thema seiner künstlerischen Arbeit die Darstellung des Schornsteins. In der Malerei des italienischen Künstlers Giorgio de Chirico hat Jan Svenungsson das Bildmotiv gefunden, das er in unterschiedlichster Weise bearbeitet.

1987 entstanden erste photographische Arbeiten zum Thema Schornstein.
1992 baute Jan Svenungsson den ersten “realen“ Schornstein in Stockholm vor
dem Moderna Museet. Es folgten seitdem 5 weitere, jedes Mal einen Meter an Höhe hinzugewinnend. Der sechste und bisher letzte Schornstein wurde 2001 anlässlich der Skulpturen Biennale Münsterland in der Nähe von Hembergen mit einer Höhe von 15 Metern gebaut. Seit Ende 1994 begleitet Jan Svenungsson seine Arbeit mit einer Serie von Bleistift-Zeichnungen.

„Das Bild des Schornsteins erscheint im Werk von Jan Svenungsson in sämtlichen verschiedenen Medien, deren sich der Künstler bedient: in Photographien, im Video, im Internet, als Zeichnung, als Radierung, als Farbholzschnitt und mit Ölfarbe gemalt, als "realer" Schornstein und als kleinformatiger Bronzeguss nach einem Tonmodell. Alle diese Erscheinungsformen des Schornsteins sind Bilder, bei deren Anschauung die Frage offen bleibt, was der Ursprung des Schornsteins ist. Jan Svenungsson fragt in seinem gesamten Werk nach dem Verhältnis zwischen dem "Original" und der "Kopie", dem Urbild und dem Abbild. Auch mit dem Bild des Schornsteins geht der Künstler dieser zentralen Frage nach seiner und unserer Realität nach. Dass das Urbild aus der Vorstellung des Künstlers stammt und eigentlich ein Traumbild in bester surrealistischer Tradition ist, macht seine Frage nur noch doppelbödiger und drängender.“
(Kay Heymer im Katalog „Schornsteinarbeit“, Kunstverein Recklinghausen 1998)

In der Ausstellung werden Photoarbeiten, die sich auf die beiden letzten Schornsteinprojekte in Norrköping (1999) und Münsterland (2001) beziehen, sowie eine Auswahl Zeichnungen gezeigt.

Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung der Schwedischen Botschaft statt.

 
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