Spuren/Elemente
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Ines Spanier
Spuren/Elemente - 19. August bis 16. September 2023

 

In meinen Arbeiten geht es mir um die grafische Abtastung menschlicher Alltagsspuren und deren Übersetzung in einen imaginären, archäologischen Tiefenraum.

Ich verwende daf√ľr eigene Fotos von Oberfl√§chen und Strukturen aus meiner allt√§glichen Umgebung. Auf diese Weise entstand innerhalb der letzten Jahre ein stetig wachsendes Archiv von Vorlagen, die mir als Motive dienen. Aus diesem Archiv w√§hle ich Fotos eines bestimmten Themas aus, die mir interessant erscheinen und die ich in der Zeichnung weiter ergr√ľnden und erforschen m√∂chte. Bevor ich eine neue Zeichnung beginne, habe ich nur eine grobe Vorstellung davon, wie das fertige Bild aussehen k√∂nnte. Ich gehe sehr intuitiv vor. So w√§hle ich ein Foto aus, das mich besonders fasziniert und beginne mit der √úbertragung eines Ausschnitts mit dem Bleistift oder Farbstift auf das Papier. Von dort aus arbeite ich mich immer weiter vor, mache Halt, sobald mich ein Foto nicht mehr l√§nger reizt, und w√§hle ein Neues aus, das ich mit der angefangenen Zeichnung kombiniere und collagiere. Auf diese Weise verh√§lt sich die Arbeit wie ein lebender Organismus, der stetig w√§chst und neue Formen und Gebilde entwickelt, die sich von dem urspr√ľnglichen Motiv immer weiter entfernen. (Ines Spanier)

Wir freuen uns auf unsere erste Ausstellung mit Zeichnungen von Ines Spanier.
Wir zeigen eine Auswahl der zumeist √ľber viele Wochen oder Monate gezeichneten Bl√§tter aus den letzten 5 Jahren.

Im Zusammenhang der Digitalisierung wird viel von Speichermedien gesprochen. Ines Spaniers Zeichnungen sind Speichermedien in der analogen Welt. Sie schreiben durch Verfallsprozesse entstandene Zustände, menschengemachte Spuren, in einem scheinbar der Zeit enthobenen Zeichenprozess ins Papier ein.

Zeit spielt eine essenzielle Rolle in meinen Zeichnungen. Die Motive, die mich bescha?ftigen, repra?sentieren ganz unterschiedliche temporale Ebenen: Die Fließzeit eines Kaffeeflecks auf den abrupten Kratzspuren in den u?ber Jahrzehnte gewachsenen Maserungen eines Holztischs beispielsweise. Die lange Dauer der grafischen U?bertragung und Neuentwicklung transponiert diese Schichtungen dann in eine weitere Zeitebene. (Ines Spanier)

Zuletzt waren Arbeiten von Spanier im Kunstverein Villa Wessel in Iserlohn und in der Galerie du Haut Pavé in Paris zu sehen.

 
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