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paper positions. berlin - 27. April bis 30. April 2023
Christian Frosch, Katharina Hinsberg, Christiane L√∂hr

 

Katharina Hinsberg ist die Gewinnerin des paper positions award 2023.

Zusammen mit der Agentur Kaiserwetter zeichnet die paper positions berlin ‚Äěeine herausragende zeitgen√∂ssische Position zum Thema Zeichnung und dem Medium Papier aus‚Äú. Wir freuen uns gemeinsam mit der K√ľnstlerin √ľber diese Anerkennung.

Besuchen Sie uns auf der 7. Ausgabe der paper positions berlin, der Messe f√ľr zeitgen√∂ssische Zeichnung, parallel zum gallery weekend in Berlin.
Wir präsentieren Arbeiten von Christian Frosch, Katharina Hinsberg und Christiane Löhr.

Galerie Werner Klein
paper positions. berlin
STAND: 20


paper positions. berlin
Deutsche Telekom Hauptstadtrepräsentanz
Französische Strasse 33 a-c
10117 Berlin

link: paper positions. berlin

Donnerstag, 27.4. (Preview und Eröffnung auf Einladung)
Freitag, 28.4., 14-18 Uhr
Samstag, 29.4., 11-20 Uhr
Sonntag, 30.4., 11-18 Uhr

Auf der paper positions berlin präsentieren wir am Stand Nr.20 Arbeiten von Christian Frosch, Katharina Hinsberg und Christiane Löhr. Alle drei gehören derselben Generation an und haben in ihrer inzwischen dreißigjährigen Praxis eigenständige Wege im Umgang mit dem Papier entwickelt.

Christian Frosch (*1968, lebt und arbeitet in Greifswald und M√ľnchen) stellt seine Arbeiten unter den Begriff der Malereiforschung.
In unterschiedlichen Versuchsanordnungen sp√ľrt er nach selbst gesetzten Arbeitsanweisungen den Eigenschaften des Malmaterials nach.

Die farbig leuchtende Werkgruppe EW ist das Ergebnis von:
‚ÄúAus Aquarellfarbe werden Eisw√ľrfel hergestellt.
Diese werden im gefrorenen Zustand auf ein Blatt Papier fallen gelassen.
Die farbigen Eisw√ľrfel schmelzen, das Farbwasser trocknet auf.‚Äú

Die Werkgruppe LEONARDO geht auf ein Zitat Leonardo Da Vincis zur√ľck:
‚Äě...denn, wenn man nur einen Schwamm voll verschiedener Farben gegen die Wand wirft, so hinterl√§sst dieser einen Fleck auf der Mauer, in dem man eine sch√∂ne Landschaft erblickt. Es ist wohl wahr, dass man in einem solchen Fleck mancherlei Erfindungen sieht, d.h. ich sage, wenn sie einer darin sehen will." (Leonardo Da Vinci)

Frosch hängt ein oder mehrere Blätter eines Blockes mit Perforierungen am oberen Rand im Atelier an die Wand. Dann färbt er einen Schwamm mit einer einzelnen Farbe oder mit mehreren Farben eines Farb-Sets und wirft.
Die Materialeigenschaften von Farbe, Schwamm und Papier sind ebenso bildgebend wie die Wurfkraft und Treffsicherheit des K√ľnstlers. Beim Betrachten hat man den Eindruck, Flug und Aufprall des in Farbe getr√§nkten Schwammes zu sehen.

Zeitgleich mit der Messe sind Arbeiten von Christian Frosch in der Ausstellung Das Ende der Malerei im Bröhan Museum in Berlin zu sehen.

Katharina Hinsberg (*1967, lebt und arbeitet in Neuss) erforscht den realen Raum und den Blattraum gleichermaßen. Sie hinterfragt den Begriff der Zeichnung und bereichert ihn um viele Dimensionen. Das langsame, konzentrierte Umschneiden, Herauslösen der Linien spielt in ihrem Werk eine ebenso große Rolle wie der meist schnelle, gestische, oft körperbezogene Zeichenvorgang. Im Schneiden, Freilegen oder Durchbohren öffnet sie das Blatt in den Raum und hinterfragt die eigene Zeichnung bis hin zu ihrer Negierung.

Schraffen nennt Hinsberg ihre zuletzt entstandene Werkgruppe. Es sind expressiv mit der Hand aufs Papier gebrachte rote Farbstiftlinien, die aus dem sie umgebenden wei√üen Blatt herausgeschnitten wurden. Zum Teil sind sie Wand f√ľllend 180 x 275 cm, zum Teil im A4 Format und dann verbunden mit und gehalten von einem aus demselben Blatt geschnittenen wei√üen Raster.

Christiane L√∂hr (*1965, lebt und arbeitet in K√∂ln und Prato) ist Sch√ľlerin von Jannis Kounellis und als Bildhauerin bekannt f√ľr ihre aus Pflanzenteilen, Samenst√§nden oder Pferdehaaren gefertigten Skulpturen, die wie kleine Architekturen den sie umgebenden Raum erkunden und erweitern.
In ihren Zeichnungen erforscht Löhr den Blattraum.

‚ÄěDie minimalen Dinge sind total wichtig. Die Linien √∂ffnen und schlie√üen den Raum. Sie haben vielleicht so etwas wie eine Pers√∂nlichkeit.‚Äú (Christiane L√∂hr)

Mit feinen Linien aus Bleistift (meist im Kleinformat 27 x 20 cm) oder tiefschwarzen in den Blattgrund einmassierten √Ėlstiftlinien (zum Teil im gro√üen Format 153 x 195 cm) zerteilt und untergliedert sie den Blattraum und entdeckt die sich ergebenden Fl√§chen und deren unterschiedliche Lichtintensit√§t. 2021 waren ihre Arbeiten in einer umfangreichen Einzelausstellung im Haus am Waldsee in Berlin zu sehen.


 
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