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Zeit - Zeichnen - 14. April bis 12. Mai 2018
Katharina Hinsberg, Malte Spohr, Sebastian Rug, Hanns Schimansky, Thomas Müller, Danica Phelps, Pia Linz, Christian Weihrauch

 

Wir freuen uns und sind stolz, Ihnen parallel zur ART Cologne in der Gruppenausstellung "Zeit - Zeichnen" neben Arbeiten von Katharina Hinsberg, Thomas Müller, Danica Phelps, Sebastian Rug, Hanns Schimansky und Malte Spohr, KünstlerInnen der Galerie, Zeichnungen von Pia Linz und Christian Weihrauch, die zur Teilnahme an dieser Ausstellung eingeladen sind, zu präsentieren. Die acht ZeichnerInnen zählen zu den wichtigsten zeitgenössischen VertreterInnen ihres Fachs, ihre Arbeiten sind Teil wichtiger privater und öffentlicher Sammlungen im In- und Ausland. Die ausgestellten Zeichnungen wurden zum größten Teil eigens für die Ausstellung geschaffen.

Den KünstlerInnen gemeinsam ist eine Jahrzehnte andauernde künstlerische Beschäftigung mit einer Thematik und deren Umsetzung mit den Mitteln der Zeichnung. Betrachtet man die ausgestellten Arbeiten und beschäftigt sich mit deren Entstehungsprozessen, so scheint den KünstlerInnen Zeit als endlose Ressource zur Verfügung zu stehen. Die BetrachterInnen sind eingeladen, sich ihrerseits Zeit zum achtsamen Schauen zu nehmen, denn nur so bekommen sie ein Ahnung von der in den Zeichnungen gebundenen Zeit.

Katharina Hinsbergs Arbeiten der Gruppe Ajouré entstehen – anders als die meisten ihrer Arbeiten – ohne vorherige Zeichnung direkt mit dem Schnitt des Skalpells ins Papier. Kleinste rechteckige Flächen entfernt sie aus dem Blatt. Sie setzt eine neben die andere und bewegt sich so tage- mitunter wochenlang im Blattraum von Rand zu Rand.

Pia Linz beschreibt ihr Tun so: Der Arbeitsprozess selbst verändert Blickweise und Arbeitshaltung: Einem Sog der Miniaturisierung folgend, vertieft sich mein Blick immer mehr in winzige Details und spottet damit dem aussichtslosen Ziel einer totalen Erfassung. Zielstrebigkeit und Zeitplanung weichen einer demütigen, meditativen und zeitvergessenen Betrachtungsweise...“ Der Blick in ihre Zeichnung wird zu einer Zeitreise.

Die klein- wie großformatigen Zeichnungen von Thomas Müller bestehen zum Teil aus einer Vielzahl an der Schablone geführter Bleistift- oder Kugelschreiberlinien. Das Ergebnis erinnert – fälschlicher Weise - an eine einzige große Geste mit dem Pinsel oder Rakel. Jede einzelne Linie birgt ihre eigene Schönheit und lohnt die individuelle Betrachtung.

Danica Phelps gibt dem ihr, wie auch unser, Leben bestimmenden Zyklus von Einnahmen und Ausgaben eine zeichnerische und malerische Ausdrucksform. Die Werkgruppe Income´s outcome verbindet tagebuchartig Zeichnungen von alltäglichen Situationen mit Strichcodes der ausgegebenen oder eingenommen Dollar. Die neuesten Zeichnungen zeigen die grün-rote Bilanz ganzer Monate. 2009 hat sie die Bewegungen der Hände ihres neugeborenen Sohnes Orion beim Stillen mit berührenden Linien festgehalten und notiert am Rand der Zeichnungen minutengenau den Zeitpunkt ihrer Entstehung.

Sebastian Rug überlässt sich ganz den ein- bis zwei Millimeter langen Strichen, die sein Bleistifts auf A4 großen Blättern hinterlassen. Auge und Hand befolgen vorgegebene Regeln, brechen sie und finden in feinsten Abweichungen Anregungen zu neuen Zeichnungen.

Hanns Schimanskys Tusch/Federzeichnungen auf gefalteten Papieren zeigen zwei Zeitebenen. Jedes Blatt ist zum einen durch den Prozess der Faltung nach den geometrischen Regeln des Rasters geprägt. Zum andern folgen die gezeichneten Linien einem inneren individuellen Rhythmus des Künstlers im Moment der Entstehung.

Malte Spohrs zumeist quadratische Zeichnungen bestehen aus ungezählten horizontalen am Lineal geführten Bleistift-, Farbstift- und Kreidelinien. Am Anfang des meist seriellen Zeichenprozesses stehen kurze fotografisch festgehaltene Augenblicke, die am Computer verfremdet werden. Sie dienen skizzenartig als Anregung für mit der Hand Linie an und auf Linie gezeichnete abstrakte Kompositionen.

Christian Weihrauch widmet sich „dem (Ab)-Zeichnen von tatsächlichen Dingen, deren Erscheinung mich im Verwandlungsprozess des Betrachtens und Zeichnens interessiert. Eine Bedeutung oder inszenierte Symbolik der Motive steht im Hintergrund zugunsten ihrer Stofflichkeit und ihrer Imagination.“ Wir freuen uns, neben Federzeichnungen auch einen neuen Kupferstich zeigen zu können.

Es gibt viel zu schauen. Nehmen Sie sich die Zeit, es lohnt sich.

Anlässlich des Galerie-Rundgangs der ART Cologne (19. – 22. April) ist die Galerie am Donnerstag, dem 19. April, bis 22 Uhr geöffnet.




 
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